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2006/2007
2006/2007
15.12.2006
Miba: Umsatzwachstum bei starkem Cash-flow
* Gruppenumsatz: 277,7 Millionen Euro - sieben Prozent Plus * Anstieg bei Vormaterialkosten drückt auf Ergebnis Die Miba, strategischer Partner und Zulieferer der internationalen Motoren- und Fahrzeugindustrie, hat ihren Umsatz in den ersten drei Quartalen 2006/07 (per Ende Oktober) im Vergleich zum Vorjahr um knapp sieben Prozent auf 277,7 Millionen Euro gesteigert. "Ausschlaggebend war die anhaltend gute Konjunktur, die zu einer gestiegenen Nachfrage in den Bereichen Nutzfahrzeuge, Baumaschinen und Schiffe geführt hat", so Vorstandsvorsitzender Peter Mitterbauer. Der Cash-flow lag mit 30,2 Millionen Euro auf konstant hohem Niveau.

Das operative Ergebnis vor Steuern verringerte sich im Berichtszeitraum von 17,8 auf 13,5 Millionen Euro. Das Unternehmen war weiterhin mit steigenden Vormaterialkosten konfrontiert, die nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden konnten. Höhere Anlaufkosten für das neue Reibbelagswerk in der Slowakei wirkten sich mit rund zwei Millionen Euro ebenfalls negativ gegenüber den Ertragszahlen des Vorjahres aus.

Mit Wirkung zum 31. Oktober 2006 hat die Miba ihren Sinterstandort in Neapel mit 177 Arbeitsplätzen an einen italienischen Unternehmer verkauft. Mit diesem Schritt optimiert die Miba ihr Standortkonzept und bereitet sich auf das erwartete Marktwachstum der Automobilindustrie in Fernost vor. Einmaleffekte aus dieser Standortbereinigung belasteten das Ergebnis im dritten Quartal zusätzlich mit 5,4 Millionen Euro.

1-3. Quartal 2006/071-3. Quartal 2005/06
Umsatz (Mio. Euro)277,7258,6
Operativer Cash-flow (in Mio. Euro)30,232,4
Ergebnis vor Steuern (in Mio. Euro)8,117,8
Mitarbeiterstand (31.10.)2.9172.736
Der Mitarbeiterstand lag zum Stichtag 31. Oktober 2006 bei 2.917 Personen, um 181 mehr als zum Vorjahresstichtag. Der Beschäftigtenanstieg resultierte zum Großteil aus dem Personalaufbau für den Standort Vráble parallel zur laufenden Produktion in England. Zudem erforderte das Umsatzwachstum in der Miba Bearing Group zusätzlichen Personalbedarf. Ab November reduzierte sich die Beschäftigtenzahl um jene 177 Mitarbeiter des Standorts in Neapel.

Für das laufende Geschäftsjahr ist ein Investitionsvolumen von 32,8 Millionen Euro geplant. 24,8 Millionen Euro davon wurden in den ersten drei Quartalen ausgelöst. Schwerpunkt der Investitionen waren das neue Reibbelagswerk in Vráble/Slowakei und der Aufbau der Produktionsstätte für Gleitlager und Sinterformteile in Suzhou/China.

Wachstumskurs wird fortgesetzt Für das Geschäftsjahr 2006/07 rechnet die Miba mit leicht steigenden Produktionsziffern der Motoren- und Fahrzeugindustrie und daraus resultierend einem leicht höheren Umsatz. Dem stehen allerdings ein erneuter Preisanstieg auf der Rohstoffseite und Unsicherheiten im Wechselkurs Euro zu US-Dollar gegenüber. "Wir werden unseren Wachstumskurs im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen. Die zu erwartenden höheren Kosten bei Material und Personal werden wir zum größeren Teil durch konsequente Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen an allen Standorten kompensieren", erklärt Mitterbauer.
28.09.2006
Miba verkauft Standort Neapel an ihren Ex-Manager
Die Miba, strategischer Partner der internationalen Motoren- und Fahrzeugindustrie, verkauft mit 31. Oktober 2006 ihren Sinterstandort in Neapel mit 170 Arbeitsplätzen an einen italienischen Investor. Mit diesem Schritt ist der langfristige Weiterbestand des Unternehmens gesichert. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Mit der Optimierung ihres Standortkonzepts bereitet sich die Miba auf das erwartete Marktwachstum der Automobilindustrie in Fernost vor. Dazu wird eine Produktion für Stoßdämpfer- und kleine Motorteile in Suzhou/China errichtet. Investiert wird auch in die High Tech Standorte der Miba Sinter Group in Vorchdorf und Dolny Kubin/Slowakei. „Durch die Konzentration der Standorte können wir unser hohes Niveau in Produktivität und Qualität weiter ausbauen und sind für das künftige Wachstum gerüstet“, erläutert Finanzvorstand Siegfried Dapoz. Die Miba investiert heuer in Summe 35,5 Mio. Euro in Maschinen und Anlagen. 17,7 Mio. Euro davon fließen in den Ausbau ihrer Sinterwerke.

Für den Verkauf des Standorts Neapel an den italienischen Unternehmer Giovanni Malvassora, der bereits die italienische Tochtergesellschaft in Turin 2004 im Zuge eines Management-Buy-Out übernommen und erfolgreich weitergeführt hat, spricht seine langjährige Erfahrung, die den Weiterbestand des Unternehmens garantiert.



Die Miba Gruppe Der Konzern mit Hauptsitz in Laakirchen/OÖ ist strategischer Partner und Zulieferer der internationalen Motoren- und Fahrzeugindustrie. An zwölf Standorten weltweit werden Sinterformteile, Gleitlager und Reibbeläge für Kraftfahrzeuge, Eisenbahnen, Schiffe, Flugzeuge und Kraftwerke hergestellt. Die Produkte der Miba machen Fahrzeuge leistungsstärker, sicherer und umweltfreundlicher. Die Miba beschäftigt gut 2.900 Mitarbeiter, rund die Hälfte davon an ihren heimischen Standorten in Laakirchen, Vorchdorf und Roitham. Der Umsatz des börsenotierten Unternehmens im Geschäftsjahr 2005/06 betrug 347 Millionen Euro bei einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftigkeit von 21,7 Millionen Euro.

14.09.2006
Miba investiert in die Zukunft
* Umsatz stieg im ersten Halbjahr um sechs Prozent auf 189,4 Mio. Euro * Drei-Jahres-Investitionsprogramm von 100 Mio. Euro wird heuer abgeschlossen

Die Miba, strategischer Partner der internationalen Motoren- und Fahrzeugindustrie, profitierte von der starken Nachfrage nach Transportkapazitäten und steigerte ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2006/07 um sechs Prozent auf 189,4 Millionen Euro. Die hohen Energie- und Rohmaterialkosten belasteten das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, das von 16,8 auf 13 Mio. Euro zurückging. Mit einer Umsatzrendite von 6,9 Prozent weist die Miba trotzdem eine hohe Ertragskraft auf. "Die positive Entwicklung unserer Abnehmermärkte von Nutzfahrzeugen über Baumaschinen bis hin zu Schiffen hat sich im Laufe des ersten Halbjahrs verfestigt. Auch die Automobilproduktion in Europa ist seit Jahresbeginn in Fahrt gekommen", sagt Peter Mitterbauer, Vorstandsvorsitzender der Miba. Um die höhere Nachfrage optimal bedienen zu können und für künftiges Wachstum gerüstet zu sein, investiert die Miba kräftig in zusätzliche Kapazitäten.

2006 werden 35,5 Mio. Euro investiert Für das laufende Geschäftsjahr ist ein Investitionsvolumen von 35,5 Millionen Euro geplant, wovon im ersten Halbjahr 15,8 Mio. Euro realisiert wurden. Damit wird das angekündigte Drei-Jahres-Investitionsprogramm von 100 Mio. Euro mit dem heurigen Jahr abgeschlossen. Die Hälfte davon floss in neue Maschinen und Anlagen an den österreichischen Standorten Laakirchen, Vorchdorf, Roitham und Niklasdorf. "Für einen Technologieführer wie Miba ist der Standort Österreich mit seinen hoch qualifizierten Mitarbeitern von entscheidender Bedeutung", so Mitterbauer. Schwerpunkt der Investitionen im Ausland ist das neue Reibbelagswerk in der Slowakei. Im ersten Halbjahr wurde die Serienproduktion in Vráble, 100 Kilometer östlich von Bratislava, gestartet. Im Industriepark Suzhou, 90 Kilometer westlich von Shanghai, wird seit Jahresbeginn die Halle für das neue Werk zur Produktion von LKW-Gleitlagern und Sinterformteilen für PKW-Motoren errichtet.

Stabiles Wachstum im ersten Halbjahr Die Miba steigerte ihren Umsatz im ersten Halbjahr (per 31. Juli 2006) um mehr als sechs Prozent auf 189,4 Millionen Euro. Den größten Umsatzanteil erzielte die Miba Sinter Group mit 44,6 Prozent, gefolgt von Miba Bearing Group mit 38,5 und Miba Friction Group mit 16,3 Prozent. 0,6 Prozent des Umsatzes entfielen auf die im Mai 2005 erworbene High Tech Coatings (HTC) mit Sitz in Niklasdorf. Diese Entwicklung entspricht der Strategie der Miba, den nicht-automotiven Bereich in Zukunft verstärkt auszubauen.

Der weitere Preisanstieg bei Kupfer, Metallpulver und Energie im ersten Halbjahr belastete allerdings das Ergebnis im Bereich Materialkosten. Nach einem ersten guten Halbjahr 2005/06 ging das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) im Vergleichszeitraum dieses Jahres von 16,80 auf 13,0 Millionen Euro zurück. Dieser Rückgang ist auch auf Anlaufkosten für das neue Reibbelagswerk in der Slowakei zurückzuführen. Programme zur Effizienzsteigerung an den Sinterstandorten Neapel und Barcelona und die damit verbundenen Kosten für Personalabbau wirken sich kurzfristig ebenfalls negativ auf die Ertragszahlen aus. Der Cash-flow betrug im ersten Halbjahr 16,6 Millionen Euro gegenüber 18,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Der Mitarbeiterstand lag zum Stichtag 31. Juli 2006 bei 2.920 Personen, um 179 mehr als zum Vorjahresstichtag. Der Beschäftigtenanstieg resultierte zum Großteil aus dem Personalaufbau für den Standort Vráble parallel zur laufenden Produktion in England. Zudem erforderte das Umsatzwachstum in der Bearing Group zusätzlichen Personalbedarf.

1. Halbjahr 06/071. Halbjahr 05/06
Umsatz (Mio. Euro)189,4178,4
EGT (in Mio. Euro)13,016,8
Investitionen (in Mio. Euro)15,821,6
Mitarbeiterstand (31.7.)2.9202.741


Miba Sinter Group Die Miba Sinter Group als Zulieferer der europäischen Automobilindustrie verzeichnete im ersten Halbjahr 2006/07 einen um rund vier Prozent höheren Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Davon profitieren die Hochtechnologiestandorte in Vorchdorf und Dolny Kubin/Slowakei. Das Umsatzplus ist auf neue Serienaufträge wie etwa die Kupplungskörper für manuelle Handschaltgetriebe zurückzuführen. Weitere Neuaufträge wie beispielsweise die Sinterzahnräder für Nockenwellenantrieb und Massenausgleich stehen vor Serienstart und werden sich in der zweiten Jahreshälfte in Umsatz und Ergebnis manifestieren.

Miba Bearing Group Die dynamische Entwicklung auf den Abnehmermärkten der Miba Bearing Group hat sich im ersten Halbjahr fortgesetzt. Die konstant hohe Nachfrage der internationalen Motorenbauer nach Gleitlagern ist auf den erhöhten Bedarf an Transportkapazitäten zurückzuführen. Zum Vergleichszeitraum des Vorjahres erzielte die Miba Bearing Group einen Umsatzanstieg von knapp neun Prozent. Das Wachstum zieht sich quer durch die wesentlichen Segmente von Nutzfahrzeugen über Schiffe bis hin zu stationären Großmotoren Miba Friction Group Der Umsatz der Miba Friction Group stieg im ersten Halbjahr um drei Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die positive Entwicklung ist auf eine anhaltend starke Nachfrage nach Kupplungsbelägen insbesondere für Nutzfahrzeuge zurückzuführen. Bei den Bremssegmenten profitierte die Miba Friction Group von einem hohen Bedarf in den Bereichen Hochgeschwindigkeitszüge und Windkraftanlagen.

Ausblick: Wachstumskurs wird fortgesetzt Für die Motoren- und Fahrzeugindustrie ist in den kommenden Monaten von steigenden Produktionsziffern auszugehen. Dem steht ein erneuter Preisanstieg auf der Energie- und Rohstoffseite gegenüber. Dem daraus resultierenden Margendruck wird im zweiten Halbjahr mit Kosteneinsparungen und verstärkten Anstrengungen für mehr Produktivität und Effizienz an allen Standorten entgegen gewirkt. Der Vorstand der Miba geht für das Geschäftsjahr 2006/07 weiterhin von einem leichten Umsatz- und Ertragswachstum aus.
05.09.2006
Neuer Einkaufschef für die Miba Gruppe
Mit 1. September 2006 hat DI Volker Pötzelberger die neu geschaffene Position des Vice President Purchasing für die Miba Gruppe übernommen.

Die Miba, strategischer Partner und Zulieferer der internationalen Motoren- und Fahrzeugindustrie, verzeichnet ein Zukaufs- und Investitionsvolumen von 40 Prozent des Konzernumsatzes. Die Weiterentwicklung des gruppenübergreifenden, strategischen Einkaufsmanagements bedeutet einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die künftige Ausrichtung des Unternehmens. Die Miba unterhält Produktionsstandorte in Österreich, der Slowakei, Spanien, Italien, USA und Brasilien. Ein Werk für Gleitlager und Sinterformteile in China ist im Aufbau. Pötzelberger wird die Einkaufsabteilungen an allen Miba Standorten vernetzen und die Einkaufsorganisation weiter optimieren.

Volker Pötzelberger hat an der TU Wien Elektrotechnik studiert und hat langjährige Berufserfahrung in der Industrie gesammelt. Der 42-Jährige ist verheiratet und Vater zweier Kinder.
10.07.2006
Hauptversammlung beschließt Dividende von 2,80 Euro
Die Aktionäre der Miba, strategischer Partner und Zulieferer der internationalen Motoren- und Fahrzeugindustrie, haben in der 20. ordentlichen Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2005/06 am vergangenen Freitag eine Dividende von 2,80 Euro beschlossen. Bei einem Stichtageskurs von 118,7 Euro (per 31.1.2006) entspricht dies einer Dividendenrendite von 2,36 Prozent.

Die Miba erzielte im Geschäftsjahr 2005/06 einen Gruppenumsatz von 347 Millionen Euro und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 21,7 Millionen Euro. Mit einem Return on Sales (ROS) von 6,3 Prozent wies die Miba erneut eine hohe Ertragskraft auf. Diese gute Geschäftsentwicklung spiegelt sich in der Dividendenzahlung: In der am 7. Juli 2006 stattgefundenen 20. ordentlichen Hauptversammlung wurde für das Geschäftsjahr 2005/06 die Ausschüttung einer Dividende von 2,80 Euro auf das durch die Stammaktien gebildete Grundkapital und eine Vorzugsdividende von 0,59 Euro zuzüglich eines Bonus von 2,21 Euro auf das durch die Vorzugsaktien gebildete Grundkapital beschlossen.

Mit der Ausschüttung von 2,80 Euro je Stück Stamm- und Vorzugsaktie unterstreicht die Miba ihre Kontinuität bei der Dividendenzahlung und die Finanzkraft des Unternehmens. Die Dividende wird am 17. Juli 2006 an die Aktionäre ausbezahlt.
14.06.2006
Positive Entwicklung im ersten Quartal 2006/07
* Gruppenumsatz: 92,4 Millionen Euro - sieben Prozent Plus * Empfindlicher Anstieg der Rohmaterial- und Energiepreise Die Miba, strategischer Partner und Zulieferer der internationalen Motoren- und Fahrzeugindustrie, hat ihren Umsatz im ersten Quartal 2006/07 (per Ende April) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp sieben Prozent auf 92,4 Millionen Euro gesteigert. Ausschlaggebend war die starke Nachfrage aus dem Nutzfahrzeug- und Baumaschinenbereich und der Schiffbauindustrie in Europa und Fernost. Gleichzeitig war das Unternehmen mit steigenden Rohstoff- und Energiepreisen konfrontiert. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) verringerte sich von 8,2 auf 6,1 Millionen Euro. Mit einer Umsatzrendite von 6,5 Prozent weist die Miba einen für die Branche respektablen Wert auf.

Den größten Umsatzanteil erzielte die Miba Sinter Group mit 45,4 Prozent, gefolgt von der Miba Bearing Group mit 38,1 Prozent und der Miba Friction Group mit 15,9 Prozent. Die verbleibenden 0,6 Prozent des Umsatzes entfielen auf die im Mai 2005 erworbene High Tech Coatings (HTC) mit Sitz in Niklasdorf. Der Auftragsstand im Konzern erhöhte sich von 143,3 auf 149,4 Millionen Euro. "Wir profitieren von einem verstärkten Bedarf nach Transportkapazitäten, vor allem nach Schiffen und Nutzfahrzeugen. Gleichzeitig haben sich die Produktionszahlen der Automobilindustrie in Zentral- und Osteuropa wieder erholt", sagt Miba Vorstandsvorsitzender Peter Mitterbauer.

1. Quartal 2006/071. Quartal 2005/06
Umsatz (in Millionen Euro)92,486,6
Ergebnis vor Steuern (in Mio Euro)6,18,2
Mitarbeiterstand (30.4.2006)2.8222.581


Das operative Ergebnis vor Steuern ging - nach einem guten Vorjahresquartal - von 8,2 auf 6,1 Millionen Euro zurück. Dies ist zum einen auf die Anlauf- und Verlagerungskosten für das neue Reibbelagswerk in der Slowakei zurückzuführen. Zum anderen wirkten sich die Programme zur Effizienzsteigerung an den Sinterstandorten Neapel und Barcelona und die damit verbundenen Kosten für Personalabbau in den Ertragszahlen aus. Der Cash-flow aus dem operativen Bereich betrug im ersten Quartal zwei Millionen Euro gegenüber vier Millionen Euro im Vorjahresquartal - bedingt auch durch den Aufbau von Vorräten für den Transfer der Reibbelagsproduktion von England in die Slowakei.

Der Mitarbeiterstand lag zum Stichtag 30. April 2006 bei 2822 Personen, um 241 mehr als zum Vorjahresstichtag. Der Beschäftigtenanstieg resultierte zum Teil aus dem Personalaufbau für den Standort Vráble parallel zur laufenden Produktion in England, zum anderen Teil aus den Akquisitionen in der Slowakei und in Österreich im zweiten Quartal des Vorjahres.

Für das laufende Geschäftsjahr ist ein Investitionsvolumen von 36,3 Millionen Euro geplant. 5,7 Millionen Euro davon wurden bereits ausgelöst. Im ersten Quartal fand der Spatenstich für das neue Werk zur Produktion von LKW-Gleitlagern und Sinterformteilen für PKW-Motoren im Industriepark Suzhou, 90 Kilometer westlich von Shanghai, statt. Die Aufstellung der ersten Anlagen ist für September 2006 geplant. Erste chinesische Mitarbeiter sind zur Einschulung in Österreich.

Kupferpreis um 50 Prozent gestiegen Die Rohmaterialien Kupfer, Stahl und Metallpulver wurden im Vergleich zum Vorjahr empfindlich teurer, was nur bedingt an die Kunden weitergegeben werden konnte. Der Preis für eine Tonne Kupfer stieg von Februar bis Ende April 2006 um rund 50 Prozent auf etwa 7.500 US-Dollar je Tonne. Auch die Stahlindustrie kündigte weitere Preiserhöhungen an. Neben den gestiegenen Materialkosten schlugen höhere Energiepreise zu Buche.

Miba Sinter Group: Serie an Neuaufträgen Die Miba Sinter Group steigerte aufgrund von Neuprojekten im Bereich Motorteile ihren Umsatz um rund zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Davon profitieren besonders die Hochtechnologiestandorte in Vorchdorf und Dolny Kubin/Slowakei. Vorleistungen für weitere Neuaufträge werden sich in den kommenden Monaten im Umsatz niederschlagen.

Miba Bearing Group: Kapazitäten in Laakirchen werden erweitert Die Miba Bearing Group steigerte ihren Umsatz um 14 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres. Um für das weitere Wachstum gerüstet zu sein, werden die Kapazitäten am Standort Laakirchen ausgebaut. Mit dieser Investition baut die Miba Bearing Group den hohen technologischen Standard ihrer Fertigung im Bereich Dieselmotoren für Schiffsantriebe weiter aus.

Miba Friction Group: Verlagerung in die Slowakei auf Plan Der Umsatz der Miba Friction Group lag im ersten Quartal auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Getrieben war die positive Tendenz durch die starke Nachfrage nach Lamellenpaketen für Differentialsperrkupplungen in Allradfahrzeugen und nach Bremsbelägen für Windgeneratoren. Die Verlagerung der Produktion von Stahllamellen von England in die Slowakei wurde zu Jahresbeginn gestartet und liegt weitgehend auf Plan.

Wachstumskurs wird fortgesetzt Für das Geschäftsjahr 2006/07 rechnet die Miba mit leicht steigenden Produktionsziffern der Motoren- und Fahrzeugindustrie und daraus resultierend leicht steigenden Umsatz- und Ertragszahlen. "Wir werden unseren Wachstumskurs im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen. Die zu erwartenden höheren Kosten bei Material, Energie und Personal werden wir durch verstärkte Anstrengungen für mehr Produktivität und Effizienz an allen Standorten kompensieren", erklärt Mitterbauer.
28.04.2006
Miba bleibt 2005/06 auf Erfolgskurs
* Umsatz auf 347 Millionen Euro gestiegen - hohe Ertragskraft * Wachstumsmotor ist der nicht-automotive Bereich

Die Miba, strategischer Partner der internationalen Motoren- und Fahrzeugindustrie, erzielte im Geschäftjahr 2005/06 einen Gruppenumsatz von 347 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von sechs Prozent trotz uneinheitlicher Entwicklung der Abnehmermärkte. Das Wachstum stammt ausschließlich aus dem nicht automotiven Sektor. Während Miba Bearing Group und Miba Friction Group von der anhaltend starken Nachfrage nach Transportkapazitäten profitierten, war die Miba Sinter Group mit steigenden Rohmaterialkosten und einem verstärkten Preisdruck seitens der Automobilindustrie konfrontiert. "Unsere Abnehmermärkte haben sich 2005/06 unterschiedlich entwickelt. Die Nachfrage nach Transportkapazitäten - von Nutzfahrzeugen über Lokomotiven bis hin zum Schiffbau - war erfreulich. Gleichzeitig waren wir mit rückläufigen Produktionsziffern der europäischen Automobilindustrie konfrontiert", sagt Peter Mitterbauer, Vorstandsvorsitzender der Miba. Trotz gestiegener Rohstoff- und Energiekosten konnte die Miba ihre hohe Ertragskraft halten und ihre Position als Technologieführer behaupten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden fünf Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung investiert.

Mehr als die Hälfte des Umsatzes außerhalb der Automobilindustrie Im Geschäftsjahr 2005/06 (per 31.01.2006) wurde ein Gruppenumsatz von 347 Millionen Euro und damit eine Steigerung um sechs Prozent erwirtschaftet. Der größte Umsatzanteil entfällt auf die Miba Sinter Group mit 44,8 Prozent, gefolgt von der Miba Bearing Group mit 37,7 Prozent und der Miba Friction Group mit 17,3 Prozent. Erstmals wurde mehr als die Hälfte des Umsatzes außerhalb der Automobilindustrie erzielt. "Diese Entwicklung entspricht unserer Strategie, den nicht-automotiven Bereich in Zukunft weiter auszubauen", erklärt Mitterbauer.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) lag mit 21,7 Millionen Euro um knapp sieben Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres und entspricht einem Return on Sales (ROS) von 6,3 Prozent. Damit weist die Miba erneut eine hohe Ertragskraft auf. Der Cash-Flow aus dem operativen Bereich verringerte sich im selben Zeitraum geringfügig von 39,1 auf 37,8 Millionen Euro. Die Investitionen stiegen im Geschäftsjahr 2005/06 auf 46,8 Millionen Euro und waren damit nahezu doppelt so hoch wie im Jahr zuvor. Davon entfielen auf die österreichischen Standorte 20,8 Millionen Euro. Ein zusätzlicher Treiber für die Investitionen war das neue Reibbelagswerk in Vráble. Der Mitarbeiterstand im Jahresdurchschnitt erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 97 auf 2.683 Beschäftigte.

 2005/062004/05
Umsatz (Mio. €)347328
EGT (in Mio. €)21,723,3
Investitionen (Mio. €)46,824,7
Mitarbeiterstand (Jahresdurchschnitt)2.6832.586


Miba Sinter Group: Anhaltend angespannte Marktsituation 2005 war ein schwieriges Jahr für die europäische Automobilindustrie, dem Hauptmarkt der Miba Sinter Group. Die Zahl der in Europa produzierten Pkw reduzierte sich um 1,1 Prozent auf 17,95 Millionen Stück. Die Nachfrageschwäche führte zu einem erheblichen Preisdruck auf dem Markt, den auch die Automobilzulieferer zu spüren bekamen. Die gleichzeitig stark gestiegenen Rohmaterialkosten konnten zum Großteil nicht an die Kunden weitergegeben werden. Die Miba Sinter Group verzeichnete im Geschäftsjahr 2005/06 einen Umsatz von 155,4 Millionen Euro. Bereinigt um den mit Wirkung zum 31.07.2004 verkauften Standort Turin liegt der Umsatz damit auf Vorjahresniveau.

Der Geschäftsverlauf an den einzelnen Sinterstandorten erwies sich im abgelaufenen Geschäftsjahr als sehr unterschiedlich. So wurden etwa aufgrund des starken Wachstums des slowakischen Werkes Dolny Kubin zusätzliche Kapazitäten benötigt. Im Zuge eines Assets Deals erwarb die Miba Sinter Group mit Stichtag 30. Juni 2005 die benachbarte Produktionsstätte Metalsint. Durch die Akquisition kamen weitere 90 Beschäftigte zu den bereits knapp 260 Mitarbeitern der Miba in Dolny Kubin hinzu.

Gerade in diesem schwierigen Marktumfeld hat die Miba Sinter Group ihre konsequente Forschungs- und Entwicklungsarbeit fortgesetzt und wurde dafür vom französischen Automobilhersteller Peugeot-Citroen (PSA) mit dem Ecotech-Preis für technische Einsparungen bei zwei Kupplungskörpern und dem Differentialgehäusedeckel belohnt. Die beiden Kupplungskörper aus Sinter ersetzen bei PSA seit Februar 2006 zwei aufwändig, mechanisch bearbeitete Stahlkupplungskörper für das 6-Gang-MCP-Schaltgetriebe. Der Differentialgehäusedeckel wird seit November 2004 im 4-Gang-Automatikgetriebe TA 96 verbaut und löste eine ebenfalls mechanisch bearbeitete Stahl- und Aluminiumlösung ab. Die Miba Produkte kommen in den Modellen Peugeot 206, 207, 307, 407, 807, Citroen C3, C4, C5, C8 und Xsara Picasso zum Einsatz. "Diese Auszeichnung zeigt, dass Erfolg in der Zulieferindustrie nicht von der Unternehmensgröße, sondern von Innovationskraft und Flexibilität abhängt", so Mitterbauer.

Miba Bearing Group erzielt Umsatzrekord Als Lieferant der international führenden Motorenbauer profitierte die Miba Bearing Group 2005/06 von der starken Nachfrage nach Transportkapazitäten - auf Straße, auf Schiene und zu Wasser. Im Vergleich zum Vorjahr wurde eine Umsatzsteigerung von 16,4 Prozent und damit ein neuer Umsatzrekord von 130,8 Millionen Euro erreicht.

Aufgrund des großen Marktpotenzials in Fernost errichtet die Miba Bearing Group zurzeit ein Werk in China. Der Spatenstich für die neue Gleitlagerfabrik im Industriepark Suzhou, 90 Kilometer westlich von Shanghai, fand Anfang März statt. Die ersten chinesischen Mitarbeiter sind bereits zur Schulung in Österreich. Voraussichtlich Ende des Geschäftsjahres 2006/07 sollen die ersten Gleitlager in Suzhou vom Band laufen.

Um ihre nachhaltige Eigenversorgung mit gegossener Bleibronze sicherzustellen, hat die Miba Bearing Group gemeinsam mit der deutschen Kolbenschmidt Gruppe im September 2005 das Tochterunternehmen Advanced Bearing Materials (ABM) in den USA gegründet. Beide Unternehmen sind jeweils zu 50 Prozent an der ABM mit 30 Mitarbeitern und Sitz in Greensburg beteiligt. Die Eigenproduktion mit gegossenen bleihaltigen und bleifreien Bronze- und Messingverbundwerkstoffen ermöglicht die Entwicklung neuer, zukunftsweisender Materialien und die Optimierung der Produktionsprozesse. Miba Friction Group: Neues Werk in der Slowakei Das Geschäftsjahr 2005/06 der Miba Friction Group war von einer starken Nachfrage nach Reibbelägen insbesondere für Nutzfahrzeuge und Baumaschinen geprägt. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 10,1 Prozent auf 59,9 Millionen Euro. Basis für die Umsatzsteigerung war eine Reihe neuer Serienaufträge in der Erstausrüstung.

Die Bauarbeiten für das neue Reibbelagswerk in Vráble, Slowakei, sind weitgehend abgeschlossen. Ein Teil der Anlagen am neuen Standort wurde bereits installiert. Die ersten Serienaufträge sind gestartet. In Summe werden in den neuen Standort rund 20 Millionen Euro investiert. Bis Jahresende soll das Werk zur Produktion von Stahllamellen mit 150 Mitarbeitern in Vollbetrieb laufen. Im Gegenzug wird der bestehende Standort der Miba Friction Group in Sheffield geschlossen. Ein Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter wurde mit der Gewerkschaft vereinbart.

Ausblick: Technologieführerschaft weiter ausbauen Technologieführerschaft ist wesentlicher Bestandteil der Miba Erfolgsstrategie und soll im Geschäftsjahr 2006/07 weiter ausgebaut werden. Mit einer Forschungsquote von fünf Prozent des Umsatzes investiert die Miba in ihre Zukunft und zählt laut Studie der EU-Kommission zu den 500 forschungsintensivsten Unternehmen Europas. In Österreich - dem Technologie- und Forschungszentrum der Miba - reiht man sich mit diesem Wert unter die Top 10 ein. Ziel jeder technologischen Innovation ist es, kundenspezifische und zugleich kosteneffiziente Lösungen anzubieten.

Für das Geschäftsjahr 2006/07 rechnet die Miba mit leicht steigenden Produktionsziffern der Fahrzeug- und Motorenhersteller, vor allem getragen durch die wirtschaftliche Dynamik in Fernost. "Als strategischer Partner der internationalen Motoren- und Fahrzeugindustrie mit Standorten in den wichtigsten Wirtschaftszentren der Welt ist die Miba für die Herausforderungen des laufenden Geschäftsjahres gut gerüstet. Wir gehen für 2006/07 von einem leichten Umsatz- und Ertragswachstum aus", sagt Mitterbauer. Die zu erwartenden höheren Kosten bei Material, Energie und Personal sind durch verstärkte Anstrengungen für mehr Produktivität und Effizienz an allen Standorten zu kompensieren.
14.03.2006
Miba von Peugeot ausgezeichnet
* „Ecotech-Preis“ für technische Einsparungen durch Innovationen * Miba beweist erneut Technologieführerschaft

Die Miba, strategischer Partner und Zulieferer der internationalen Motoren- und Fahrzeugindustrie, wurde am 6. März 2006 vom französischen Automobilhersteller Peugeot-Citroen (PSA) ausgezeichnet. Der „Ecotech-Preis“ wurde der Miba Sinter Group aufgrund technischer Einsparungen bei zwei Kupplungskörpern und dem Differentialgehäusedeckel verliehen. Mit diesem Preis stellt die Miba erneut ihre Position als Technologieführer unter Beweis.

„Diese Auszeichnung ist eine Bestätigung für unsere konsequente Entwicklungsarbeit“, erklärt Peter Mitterbauer, Vorstandsvorsitzender der Miba. Die Miba investiert rund 3,5 Prozent des Jahresumsatzes in Forschung und Entwicklung und zählt damit zu den 500 forschungsintensivsten Unternehmen Europas. Die beiden Kupplungskörper aus Sinter ersetzen bei PSA seit Februar 2006 zwei aufwändig, mechanisch bearbeitete Stahlkupplungskörper für das 6-Gang-MCP-Schaltgetriebe. Der Differential-gehäusedeckel wird seit November 2004 im 4-Gang-Automatikgetriebe TA 96 verbaut und löste eine ebenfalls mechanisch bearbeitete Stahl- und Aluminiumlösung ab. Die Miba Produkte kommen in den Modellen Peugeot 206, 207, 307, 407, 807, Citroen C3, C4, C5, C8 und Xsara Picasso zum Einsatz.

„Diese Auszeichnung zeigt, dass Erfolg in der Zulieferindustrie nicht von der Unternehmensgröße, sondern von Innovationskraft und Flexibilität abhängt“, erklärt Mitterbauer. Die Miba Sinter Group versteht sich als Partner der Automobilindustrie und ist bereits sehr früh in Entwicklungsprojekte bei ihren Kunden eingebunden.

Best Supplier Awards für außerordentliche Standards Der französische Automobilhersteller Peugeot-Citroen zeichnet im Rahmen der „Best Supplier Awards“ bereits zum zweiten Mal seine besten Zulieferer in vier Kategorien aus. Trophäen erhielten jene Unternehmen, die den hohen Standards der Peugeot-Gruppe gerecht werden konnten. Neben der Kategorie „Ecotech“, in der es vor allem um technische Einsparungen geht, wurden Preise in den Kategorien „Qualität“, „Innovation“ und „Servicequalität“ vergeben. Die Auszeichnungen wurden Norbert Schrüfer, CEO der Miba Sinter Group, von PSA-Präsident Jean-Martin Folz überreicht.

Die Miba Gruppe Der Konzern mit Hauptsitz in Laakirchen/OÖ ist strategischer Partner und Zulieferer der internationalen Motoren- und Fahrzeugindustrie. An neun Standorten weltweit werden Sinterformteile, Gleitlager und Reibbeläge für Kraftfahrzeuge, Eisenbahnen, Schiffe, Flugzeuge und Kraftwerke hergestellt. Die Produkte der Miba machen Fahrzeuge leistungsstärker, sicherer und umweltfreundlicher. Die Miba beschäftigt 2.700 Mitarbeiter, rund die Hälfte davon an ihren heimischen Standorten in Laakirchen, Vorchdorf und Roitham. Der Umsatz des börsenotierten Unternehmens betrug im Geschäftsjahr 2004/05 328 Millionen Euro bei einem Betriebsergebnis von 23,3 Millionen Euro.