1.-3. Quartal 2014/15: Miba nützt Marktchancen

Umsatz- und Ergebnisplus

Größte Wachstumschancen in den USA und China


Verhaltener Ausblick für 2015

  • Umsatz- und Ergebnisplus
  • Größte Wachstumschancen in den USA und China

  • Verhaltener Ausblick für 2015


Die oberösterreichische Technologiegruppe erwirtschaftete in den ersten drei Quartalen 2014/15 (1. Februar bis 31. Oktober) einen Gruppenumsatz von 498,3 Millionen Euro, was gegenüber den ersten drei Quartalen 2013/14 einer Steigerung um 38,3 Millionen Euro oder 8,3 Prozent entspricht. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) belief sich auf 62,9 Millionen Euro (Vorjahr: 54,1 Millionen Euro). Während die Erwartungshaltung für das Gesamtjahr positiv ist, ist der Ausblick für 2015 aufgrund des getrübten Investitionsklimas und möglicher Auswirkungen der geopolitischen Spannungen verhalten.

„Wir haben auch im dritten Quartal von der positiven Entwicklung auf vielen unserer Abnehmermärkte profitiert und die sich ergebenden Marktchancen gut genützt“, sagt der Vorstandsvorsitzende F. Peter Mitterbauer. Wachstumstreiber seien bereits seit Jahresbeginn insbesondere die Automobilindustrie in Europa, den USA und China sowie der Markt für Schwer-Lkw in Europa und den USA. „Gleichzeitig sind wir aber mit bereits länger andauernden Schwächephasen auf anderen Märkten konfrontiert“, so Mitterbauer. So verblieb die globale Nachfrage nach Schiffen oder Bergbaumaschinen auch in den vergangenen Monaten auf historisch schwachem Niveau und der Markt für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge entwickelte sich rückläufig.


„Dank unseres breiten Produktportfolios konnten wir in den vergangenen Monaten Schwächen in manchen Branchen durch eine starke Performance in anderen Bereichen ausgleichen. Die Vielfalt von der Leistungselektronik-Komponente über das Gleitlager und den Reibbelag bis hin zum Sinterformteil kommt uns sehr zugute“, erklärt Mitterbauer.


Globales Wachstum im Fokus


Neben der Produktvielfalt setzt die Miba auch auf die konsequente globale Ausrichtung des Unternehmens. Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und weiter zu steigern, investiert die Miba verstärkt in den USA und China, wo die Wachstumschancen für die oberösterreichische Technologiegruppe am größten sind. Im März bzw. Juli hat die Miba Standorterweiterungen in China und den USA abgeschlossen. Diese zusätzlichen Flächen gilt es nun mit Neuaufträgen zu füllen. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres investierte die Miba insgesamt 36,1 Millionen Euro in Kapazitätserweiterungen und Maßnahmen zur Produktivitätsverbesserung und bleibt damit ihrer expansiven Investitionsstrategie treu.


Antrieb durch hochqualifizierte Mitarbeiter 


Mit dem globalen Wachstum der Miba steigen auch die Anforderungen an das Unternehmen als Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb – nur die am besten dafür geeigneten Arbeitskräfte können dieses Wachstum entsprechend begleiten. „Die besten Köpfe sind am globalen Arbeitsmarkt nicht so leicht zu finden. Wir sind immer auf der Suche nach hochqualifizierten Mitarbeitern, die unsere Freude an Hochleistung teilen. Gleichzeitig versuchen wir, unseren Bedarf auch aus den eigenen Reihen zu decken“, erklärt Mitterbauer. So hat die Miba eigene Programme zur Führungskräfte-Entwicklung und gilt in Österreich in Sachen Lehrlingsausbildung als Vorzeigeunternehmen. In der Slowakei ist sie am besten Weg dorthin - von den mehr als 200 Lehrlingen in Ausbildung stammt bereits ein Drittel aus den beiden slowakischen Miba Standorten, wo die Miba bereits seit einigen Jahren ein eigenes Ausbildungsmodell umsetzt. „Seit Oktober bieten wir als Partnerunternehmen des Pilotprojekts youngSTAR in Vráble jetzt eine duale Ausbildung ganz nach österreichischem Vorbild an“, erzählt Mitterbauer. youngSTAR ist eine Initiative der slowakischen Regierung, die von der Wirtschaftskammer Österreich und Unternehmen wie der Miba unterstützt wird.


Zum Stichtag 31. 10. 2014 beschäftigte die Miba weltweit 5.154 Mitarbeiter (inkl. Leasingkräfte) und damit um mehr als 500 Personen mehr als ein Jahr zuvor. Der Mitarbeiteraufbau ist einerseits auf die heuer erstmalige Vollkonsolidierung der chinesischen EBG Shenzhen Ltd., an der die Miba Gruppe insgesamt 55 Prozent der Anteile hält, zurückzuführen. Andererseits wurden vor allem auch am Standort in Suzhou (China) sowie in der Slowakei und in Österreich Mitarbeiter aufgebaut.



Verhaltener Ausblick für das nächste Geschäftsjahr


Die ersten drei Quartale 2014/15 verliefen für die Miba insgesamt zufriedenstellend, weshalb auch die Erwartungshaltung für das Gesamtjahr im Wesentlichen positiv ist. „Dem nächsten Geschäftsjahr sehen wir mit deutlich mehr Vorsicht und Skepsis entgegen“, sagt Mitterbauer und begründet dies unter anderem mit einem vor allem in Europa getrübten Investitionsklima sowie mit nur schwer vorhersehbaren Auswirkungen der geopolitischen Unruhen. „Für uns bedeutet das, dass wir noch aufmerksamer und flexibler sein müssen - denn wir wollen auch in Zukunft weiter profitabel wachsen“, so Mitterbauer.


Kennzahlen im Überblick

 

1.-3. Quartal 2014/15

 
 

1.-3. Quartal  2013/14

 
 

1.-3. Quartal  2012/13

 
 

1.-3. Quartal 2011/12

 
 

Umsatz (Mio. €)

 
 

498,3

 
 

460,0

 
 

461,9

 
 

429,7

 
 

EBIT (in Mio. €)

 
 

62,9

 
 

54,1

 
 

54,2

 
 

50,2

 
 

Investitionen (exkl. FAV)
(in Mio. €)

 
 

36,1

 
 

37,3

 
 

40,0

 
 

34,4

 
 

Mitarbeiterstand per 31.10. (inkl. Leasing)

 
 

5.154

 
 

4.618

 
 

4.412

 
 

4.254