In der Ruhe
liegt die Kraft

Rodolphe Cazenave,
PSA Peugeot Citroën

Er ist einer der Chefentwickler der neuen PureTech-Dreizylindermotorengeneration. Effizienz ist ihm besonders wichtig – die in der gemeinsamen Zusammenarbeit und jene des fertigen Produkts.

Kleiner, leichter, leiser, ...

In enger Zusammenarbeit mit PSA Peugeot Citroën entwickelte die Miba einen wesentlichen Bauteil für eine neuartige Motorengeneration mit nur drei Zylindern. Laufruhige Kraftaggregate, die besonders effizient und sparsam sind. Wir haben bei Rodolphe Cazenave, Produktingenieur bei PSA, nachgefragt, wie denn die technischen Herausforderungen gemeistert wurden.

Im Gespräch mit Rodolphe Cazenave

Herr Cazenave, was können Sie uns über das gemeinsame Projekt erzählen?
PSA suchte nach innovativen Lösungen in Sachen Hauptlagerdeckel – kompakt und kosten- effizient sollte die neue Komponente sein. Hinzu kommt, dass wir auch einen Getriebespezialisten für die Ausgleichswellen der neuartigen PureTech-Dreizylindermotoren benötigten. Die Miba punktete dabei mit technischer Kompetenz und rascher Reaktionsfähigkeit. Aber auch ihr Verständnis für unsere Bedürfnisse und Anliegen hat uns überzeugt. Die Miba hat nicht nur enormes technisches Fachwissen, sondern auch ein engagiertes Team.

Worauf haben Sie im Entwicklungsprozess besonderes Augenmerk gelegt?
Rückblickend war es für mich persönlich eine der interessantesten Erfahrungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Gleichzeitig war es auch eine sehr angenehme Partnerschaft mit hochqualitativen technischen Diskussionen. Die Miba hat uns während der gesamten Projektdauer vorbildlich unterstützt; vor allem durch entwicklungsorientierte Lösungen und innovative Vorschläge. Der geräusch- und vibrationsreduzierte Betrieb unserer neuen PureTech-Aggregate ist uns ein ganz besonderes Anliegen. Besonders herausfordernd war die Geräuschreduktion, gerade was die konzipierte Ausgleichswelle und das entkoppelte Getriebe betrifft.

Ist Nachhaltigkeit bei Ihren Entwicklungen ein wichtiges Leitthema?
PSA ist sehr engagiert darin, Motoren und Autos immer „cleaner“ zu konzipieren. Vor allem im Hinblick auf die Senkung des Verbrauchs und die Reduktion schädlicher Emissionen. Darum entwickeln wir immer leichtere Antriebsstränge. Auch Downsizing ist für uns ein großes Thema – ebenso wie die Entwicklung innovativer Hybridlösungen. Das alles steht im Zeichen der Effizienz – und des damit verbundenen Bestrebens, Antriebssysteme ständig weiter zu optimieren.

Alle guten
Dinge sind drei

Dreizylindermotoren sind heute wahre Hightechaggregate. Sie sind höchst effizient und agil – Spaßmacher ohne Reuegefahr also. Denn die neueste Motorengeneration steht auch für maximale Sparsamkeit. PSA Peugeot Citroën hat das längst erkannt und bemerkenswerte Motoren konzipiert. Unterstützt durch die Miba, die wesentliche Schlüsselkomponenten beigesteuert hat.

Höchster Wirkungsgrad, geringe Verbrauchswerte und minimale Schadstoffemissionen – und dabei keine Kompromisse in Sachen Fahrleistung und -komfort eingehen. Klingt fast nach einem Märchen. Doch dank innovativer Technologien ist das heute bereits Realität. Verwirklicht wird das etwa am Beispiel der von PSA gebauten 1,2-Liter-Motoren. Das Aggregat wird mit einem Abgasturbolader beatmet. Das senkt den Verbrauch um satte 18 Prozent. Und die Miba hat an dieser Entwicklung wesentlichen Anteil. Begonnen hat die beispielhafte Zusammenarbeit zwischen der Miba und PSA anlässlich einer neuen Motorenpalette schon 2008. PSA suchte damals nach innovativen Ansätzen für neue Kurbel- wellenlagerdeckel. 2009 folgten zusätzliche Aufträge für Bauteile zum Massenausgleichssystem und für das Kurbelwellenzahnriemenrad. So begann die Erfolgsgeschichte. 2010 entschied man, die Miba schon sehr früh in die Entwicklung des neuen Dreizylinder- motors mit Turboaufladung einzubinden. Dabei ist es gelungen, störende Betriebsgeräusche und Vibrationen erheblich zu reduzieren. Gleichzeitig konnte die Dauerhaltbarkeit optimiert werden. Ermöglicht wurde das durch den unbändigen Willen beider Entwicklungspartner, neue technologische Wege zu beschreiten. Eine große Leidenschaft für Innovation ist dafür nötig. Genau diese Leidenschaft ist es auch, die Konstrukteure zu Höchstleistungen anspornt. Nur so gelingt Technologieführerschaft – am besten gemeinsam mit einem Partner auf Augenhöhe.