Lernen, was die Welt bewegt.

Gerald Schachinger,
Business Unit Manager, Miba Friction Group
Studium: Berufsbegleitendes Studium
Wirtschaftsingenieurwesen, FH Mittweida
Absolvent der Miba Leadership Academy 2010

Falk Nickel,
Head of R&D, Miba Friction Group
Studium: Maschinenbau / Fahrzeugtechnik,
FH Köln
Absolvent der Miba Leadership Academy 2012

Vom Weltmeister zur Serie

Einblicke in die internationale Motoren- und Fahrzeugindustrie

Der Rennsport steht seit jeher im Zentrum der Marke KTM, was mehr als 220 Weltmeistertitel eindrucksvoll unter Beweis stellen. Neueste Material- und Technik-Entwicklungen werden unter den härtesten Bedingungen getestet und weiterentwickelt. Gemäß der Unternehmensphilosophie READY TO RACE werden die Erkenntnisse, die im Motorsport gewonnen werden, direkt in die Serienproduktion übergeleitet. KTM produziert jährlich über 100.000 Motorräder, in mehr als der Hälfte davon sind Kupplungspakete der Miba Friction Group eingebaut.

2012 wurde KTM erstmals Fahrer-Weltmeister auf Asphalt im Straßenrennsport Moto3. Gerald Schachinger und Falk Nickel berichten über ein weltmeisterliches Produktentwicklungsprojekt der Miba für KTM.

Mit welcher konkreten Fragestellung ist der Kunde an die Miba herangetreten?
"Seit 2012 ersetzt die Moto3 die 125ccm-Klasse in der Motorrad-Weltmeisterschaft. Mit der Einführung der neuen 250ccm- Viertakter ist bei den Rennen kein Ersatzmotorrad mehr erlaubt. In den technischen Vorschriften heißt es auch, dass die Getriebe maximal sechs Gänge haben dürfen. Es dürfen bis zu zwei unterschiedliche Übersetzungen pro Gang gewählt werden. Elektromechanische oder elektrohydraulische Kupplungen sind nicht erlaubt. Damit muss die Kupplung noch standfester und zuverlässiger sein. KTM ist mit der Einladung an uns herangetreten, bei der Entwicklung der neuen Motoren von Beginn an dabei zu sein. Gemeinsam mit dem Kunden entwickeln wir Speziallösungen: in diesem Fall Kupplungspakete, die die Kraftübertragung an der heiklen Schnittstelle zwischen Verbrennungsmotor und Antriebsstrang möglichst kontrolliert ermöglicht. Für den Fahrer bedeutet das ein besseres Schaltgefühl." 

Wie läuft so ein Produktentwicklungsprozess ab?
"Gemeinsam mit dem Kunden entwickeln wir ein Design auf Basis von Berechnungen, Simulationen und Erfahrungen. Danach werden erste Prototypen geliefert und beim Kunden am Prüfstand und im Fahrzeug getestet. In Feedbackschleifen mit dem Kunden wird das Design optimiert und wieder bemustert, bis die Projektziele erreicht werden. Im Zuge des Serienanlaufes wird das Seriendesign validiert." 

Welche Gründe sprechen für die Miba als Entwicklungspartner?
"Die Miba ist als Entwicklungspartner für den Hersteller greifbar – frei nach unserem Motto: in the kitchen of the customer. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem Kunden, dem Miba Key Account Management, Miba Application Engineering und der Miba Forschungs- und Entwicklungsabteilung werden individuelle Lösungen entwickelt. Unser Vertrieb ist immer mit offenen Augen und Ohren am Markt, unsere Anwendungstechniker wissen, was der Kunde braucht und unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung liefert ausgefeilte Lösungen. Wir sind als vertrauenswürdiger Innovationspartner bekannt, der Ideen bringt und diese auch umsetzt."